Ln-Truppe

In Waldgebieten, Heidelandschaften und sonstige Gegenden findet man gelegentlich Hinterlassenschaften aus früheren Zeiten in Form von Betonfundamenten, Kleinbunker oder Gebäude.  Geschichtsforschung zu diesem Thema ist seit langer Zeit ein Hobby von mir. Um etwaige Missverständnisse zur Aufgabe und Herkunft dieser Bauwerke zu vermeiden, gibt es hier einige Erläuterungen zur damaligen Flugüberwachung.

Etwa ab 1928 wurden durch den zivilen Luftschutz in ganz Deutschland Flugwachen eingerichtet, die zunächst durch Freiwillige und Ehrenamtliche aus der näheren Umgebung betrieben wurden. Die Standorte hatten je nach geographischer Lage einen Abstand von 10-15 km , wodurch ein riesiges flächendeckendes Netz von Flugwachen entstand.

Am 1. 12. 1933 wurde die Luftnachrichten-truppe (Ln)  gegründet. Ab 1935 wurden die zivilen Luftraumbeobachter als Soldaten der Reserve dienstverpflichtet, die dann ab 1939 als Soldaten der Ln-Truppe die Anlagen des Flugmeldedienstes betrieben. Zu den Aufgaben gehörte das Betreiben von Fernmeldeverbindungen, sowie die Über-wachung des Flugverkehrs über den deutschen Luftraum und später in den von der Wehrmacht besetzten Ländern.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges waren in der Luftnachrichtentruppe ungefähr 70.000 Soldaten im Dienst. Dieser Wert erhöhte sich bis zum 20. Mai 1941 auf 243.000 und bis zum Sommer 1944 auf 500.000 Soldaten. Es wurden insbesondere innerhalb Deutschlands ab etwa 1943 in vielen Bereichen der Luftnachrichtentruppe auch Frauen als Wehrmachtshelferinnen (Blitzmädchen) zum Dienst verpflichtet.

Funk-Mess – Anlagen

Unsere Themenbereiche und Recherchen

In den Büchern Ln – Die Geschichte der Luftnachrichtentruppe von K.-O. Hoffmann ist viel zu dieser Thematik nachzulesen.Die 3-teilige Buchreihe erschien in den Jahren von 1965 bis 1973 in einer Auflage zu je 1.000 Stück und ist heute selten und nur sehr schwer zu Liebhaberpreisen erhältlich.

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