{"id":1497,"date":"2017-10-19T04:09:41","date_gmt":"2017-10-19T04:09:41","guid":{"rendered":"http:\/\/nordwind.info\/?page_id=1497"},"modified":"2018-02-20T05:51:53","modified_gmt":"2018-02-20T05:51:53","slug":"alkoholpraevention-1905","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/nordwind.info\/?page_id=1497","title":{"rendered":"Alkoholpr\u00e4vention 1905"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Eine Arbeitsbeschreibung der Polizei Harburg zum Kampf gegen den Alkohol aus dem Jahre 1905. Geschrieben in dieser Zeit von Herrn Polizei-Inspektor von Sillig,<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gefunden wurde dies in den M\u00e4\u00dfigkeit-Bl\u00e4tter der Ausgabe 6 vom Juni 1906 im Stadt- und Kreisarchiv Nienburg (Weser)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erfahrungsgem\u00e4\u00df werden die meisten Roheits-Delikte im Zustand der Trunkenheit ver\u00fcbt. Von dieser Erkenntnis ausgehend hat sich auf Anregung des hiesigen Lokal-Vereins gegen den Missbrauch geistiger Getr\u00e4nke die Polizei-Direktion seit November 1905 den Kampf gegen die Trinker und Trunkenbolde zur Aufgabe gemacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gab auf diesem Gebiet bereits eine Vork\u00e4mpferin, die Polizeiverwaltung Herford i. W., so dass wir uns deren Erfahrungen zu nutze machen, auch entsprechende Verbesserungen eintreten lassen konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor Eintritt in den Kampf sagten wir uns, dass wir zun\u00e4chst uns damit begn\u00fcgen m\u00fcssen, bei neuen F\u00e4llen von Trunkenheit bessere Hand anzulegen und erst sp\u00e4ter auf bereits bekannte Trunkenbolde zur\u00fcckzugreifen, da wir sonst andere Arbeiten h\u00e4tten liegen lassen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bekanntlich haben Kommunal-Polizei-Verwaltungen nur eben so viele Beamte, dass sie notd\u00fcrftig die ihnen geltenden Aufgaben erf\u00fcllen k\u00f6nnen, die namentlich in einer Hafen- und Fabrikstadt wie Harburg \u2013 in unmittelbarer N\u00e4he Hamburgs \u2013 nicht gering sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir auch nicht mit so gro\u00dfen Zahlen aufwarten k\u00f6nnen wie Herford, so k\u00f6nnen wir doch mit den, bis jetzt erreichten Erfolgen zufrieden sein. Auch wir haben erreicht, dass bald, nachdem das von der Polizei eingeschlagene Verfahren sich herumgesprochen hatte, eine bedeutende Abnahme der Zahl der wegen Trunkenheit in das Polizei-Gewahrsam eingelieferte Individuen und der Zahl der in der Trunkenheit begangenen Straftaten festzustellen war. Erfreulicherweise hat diese Abnahme bis heute angehalten. W\u00e4hrend fr\u00fcher w\u00f6chentlich etwa bis zu 20 Festnahmen erfolgten, sind es jetzt h\u00f6chsten 5.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das eingeschlagene Verfahren ist kurz folgendes: Sobald die Polizei auf irgend eine Weise Kenntnis von dem Vorhandensein eines notorischen Trinkers erh\u00e4lt, erfolgt seine Vorladung und eingehende Vernehmung zu Protokoll (siehe Anlage 1), um feststellen zu k\u00f6nnen, ob der Trinker erblich belastet ist und ob bereits Angeh\u00f6rige infolge von Trunksucht verstorben sind. Sodann erfolgt, falls der Trinker verheiratet ist, eine Gegen\u00fcberstellung von Mann und Frau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Vorhandensein der Schuld auf Seiten des Mannes ist tunlichst die regelm\u00e4\u00dfige Abgabe des Arbeitsverdienstes an die Frau herbeizuf\u00fchren. Bei dieser Vernehmung h\u00e4ngt es wesentlich von der Geschicklichkeit des Kommissars ab, ob es ihm gelingt, das Ehrgef\u00fchl der Leute, sollte es auch noch so abgestumpft sein, zu wecken, indem er ihnen in humaner Weise die ungeheuer sch\u00e4dlichen Wirkungen des Alkohols vor Augen f\u00fchrt. Zur m\u00fcndlichen Verwarnung tritt noch hinzu, dass zur Bekr\u00e4ftigung derselben dem Mann die Schrift von Regierungsrat Quengle \u201cDer Alkohol und seine Gefahren\u201d (M\u00e4\u00dfigkeit-Verlag, Berlin W 15, 20 Pf.) \u00fcberreicht wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr jeden Trinker wird au\u00dferdem eine Registerkarte und ein Fragebogen (Anlage 2) angelegt und jede Woche von dem zust\u00e4ndigen Revierbeamten ausgef\u00fcllt. F\u00e4llt dieser Bericht ung\u00fcnstig aus, so tritt eine erneute protokollarische Verwarnung ein.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><a href=\"http:\/\/nordwind.info\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/1906-06-01-Maessigkeits-Blatt-07.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1501\" src=\"http:\/\/nordwind.info\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/1906-06-01-Maessigkeits-Blatt-07-202x300.jpg\" alt=\"\" width=\"202\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nordwind.info\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/1906-06-01-Maessigkeits-Blatt-07-202x300.jpg 202w, https:\/\/nordwind.info\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/1906-06-01-Maessigkeits-Blatt-07-768x1140.jpg 768w, https:\/\/nordwind.info\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/1906-06-01-Maessigkeits-Blatt-07-690x1024.jpg 690w, https:\/\/nordwind.info\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/1906-06-01-Maessigkeits-Blatt-07.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/a><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/nordwind.info\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/1906-06-01-Maessigkeits-Blatt-08.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1503\" src=\"http:\/\/nordwind.info\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/1906-06-01-Maessigkeits-Blatt-08-202x300.jpg\" alt=\"\" width=\"202\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nordwind.info\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/1906-06-01-Maessigkeits-Blatt-08-202x300.jpg 202w, https:\/\/nordwind.info\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/1906-06-01-Maessigkeits-Blatt-08-768x1140.jpg 768w, https:\/\/nordwind.info\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/1906-06-01-Maessigkeits-Blatt-08-690x1024.jpg 690w, https:\/\/nordwind.info\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/1906-06-01-Maessigkeits-Blatt-08.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Regel erfolgt die Aufnahme in die Trinkerliste \u2013 S\u00e4uferliste \u2013 nach dreimaliger Verwarnung. Ist die Aufnahme verf\u00fcgt, so wird die betreffende Person im Wege einer polizeilichen Verf\u00fcgung er\u00f6ffnet, das sie als \u201cTrunkenbold\u201d bezeichnet worden ist, und wird ihr das Betreten von Lokalen, welche zum Ausschank f\u00fcr geistige Getr\u00e4nke bestimmt sind, unter Androhung einer Zwangsstrafe f\u00fcr jeden Fall der Zuwiderhandlung untersagt. Gleichzeitig erhalten die Wirte durch Zustellung einer entsprechenden Benachrichtigung Kenntnis von der Aufnahme. Wann von den der Polizei zur Verf\u00fcgung stehenden weiteren Machtmitteln \u2013 Einleitung der F\u00fcrsorge-Erziehung der Kinder, Herbeif\u00fchrung der Bestrafung aus \u00a7 361, 5, 7, 8, 10 und schlie\u00dflich das Entm\u00fcndigungsverfahren \u2013 Gebrauch gemacht werden soll, muss von Fall zu Fall ent-schieden werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die Wirte zur Mitarbeit an der guten Sache zu veranlassen, ging ihnen folgendes Schreiben zu:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>\u201cDa erwiesenerma\u00dfen die meisten Exzesse und Roheits-Delikte im Zustande der Trunkenheit und zwar vornehmlich nach \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Genug von Branntwein begangen werden, so hat die Polizei sich zur Aufgabe gemacht, diesem \u00dcbel entgegen zu treten. Hierzu bed\u00fcrfen wir die Unterst\u00fctzung der Wirte, resp. deren Stellvertreter.\u00a0Wir ersuchen daher, in Zukunft Spirituosen nicht mehr zu verabreichen:<\/i><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><i>a.\u00a0\u00a0\u00a0 <\/i><i>solchen Personen, die als Trunkenbolde amtlich bekannt gegeben sind,<\/i><\/li>\n<li><i>b.\u00a0\u00a0\u00a0 <\/i><i>Betrunkenen,<\/i><\/li>\n<li><i>c.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/i><i>auf Borg und endlich<\/i><\/li>\n<li><i>d.\u00a0\u00a0\u00a0 <\/i><i>Kindern, da durch diese erfahrungsgem\u00e4\u00df der Alkohol zugetragen wird.<\/i><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Wir hoffen, dass Sie Ihrerseits bereit sein werden, sich an den sowohl f\u00fcr die einzelnen trunkf\u00e4lligen Individuen als auch f\u00fcr das Allgemeinwohl segensreichen<\/i> Bestrebungen zu beteiligen und wir auf Ihre Unterst\u00fctzung rechnen d\u00fcrfen.\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da leider weder die Verabreichung geistiger Getr\u00e4nke auf Borg, noch die an Kinder allgemein gesetzlich verboten ist, \u2013 \u00fcber die Rechtsg\u00fcltigkeit von diese Materie regelnden Lokalpolizeiverordnungen bestehen Zweifel \u2013 so ergaben sich anfangs Schwierigkeiten, deren \u00dcberwindung nicht so einfach erschien. Die Wirte glaubten sich durch diese Forderung der Polizei in ihrem Gewerbe beeintr\u00e4chtigt und waren nicht ohne weiteres bereit, ihr nachzukommen. Erst als ihnen in mehreren F\u00e4llen unzweifelhaft klar gemacht worden war, dass die Polizei Mittel besitzt, sie gef\u00fcgig zu machen, gaben si ihren Widerstand auf und kommen jetzt den getroffenen Anordnungen bereitwilligst nach. Selbstverst\u00e4ndlich kommt noch ab und zu ein Versto\u00df vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere Schwierigkeiten erwuchsen uns aus der Gr\u00f6\u00dfe der Stadt, dann aber auch durch die eigenartig zusammengew\u00fcrfelte, stets strukturierende Bev\u00f6lkerung. Auch fehlte es leider stark an dem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die gute Sache.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten Fabrikanten und sonstige Arbeitgeber nahmen von vorneherein insofern einen ablehnenden Standpunkt ein, als sie, von offenbar solchen Motivangeleitet, auf eine Anfrage dar\u00fcber, ob sie in ihren Betrieben zum Trunke neigende Personen besch\u00e4ftigen, eine ablehnende Antwort gaben. Dagegen gaben sie auf Erkundigungen \u00fcber von uns als Trinke bezeichnete Personen bereitwillig Auskunft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf verl\u00e4ssliche Mitteilungen der Nachbarn ist in den seltensten F\u00e4llen zu rechnen. Die unter denselben Lebensbedingungen Zusammenwohnenden betrachten auch gemeinsam die Polizei als ihren Feind und verraten ihresgleichen nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine besondere Kategorie von Arbeitern sind in Gro\u00dfst\u00e4dten die Gelegenheitsarbeiter und in Hafenst\u00e4dten au\u00dferdem die Hafenarbeiter. Mit beiden ist schwer etwas aufzustellen, da diese keine regelm\u00e4\u00dfigen festen Bez\u00fcge haben, sondern nur stunden- oder tageweise arbeiten und bezahlt erhalten. Die danach folgende (vielfach gewollte) arbeitslose Zeit wird zum Verschl\u00e4mmen des zu gr\u00f6\u00dften Teile schwer verdienten Lohns ben\u00fctzt. Viele nehme sogar nicht fr\u00fcher andere Arbeit an, als bis die Ebbe iher Kasse dazu zwingt. Diesen kommt daher der verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohe Arbeitslohn zustatten. Im Akkord k\u00f6nnen z. B. t\u00fcchtige Leute in 3-4 Tagen bis zu 40 Mark und mehr verdienen, z. B. beim Entl\u00f6schen \u00a0eines Dampfers, der schwedische Pflaster-Kopfsteine oder Schwellenholz als Ladung enth\u00e4lt. Sobald man diesen Leuten n\u00e4her kommt, Abgabe ihres Lohns an die Frau verlangt und sie kontrollieren lasst, dann arbeiten sie eben weniger und begn\u00fcgen sich mit einem Verdienst, der gerade f\u00fcr ihren Lebensunterhalt hinreicht, Abz\u00fcge aber nicht zul\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider finden solche Leute bei den Gerichten viel zu wenig Unterst\u00fctzung, insofern als ihren Entschuldigungsgr\u00fcnden zu viel Glauben beigemessen wird, sodass es oft nicht gelingt, sie zur Bestrafung zu bringen. Eine weitere Schwierigkeit besteht in der Reformbed\u00fcrftigkeit des Armenrechts, die ja auch in der 26. Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 17. Febr. 1906 als notwendig anerkannt worden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben z. B. hier einen Fall zu verzeichnen, dass ein wegen Trunksucht Entm\u00fcndigter \u2013 ein notorischer Trunkenbold \u2013 mit Armenschein, auf Aufhebung der Entm\u00fcndigung geklagt und ein obsiegendes Urteil erstritten hat! Die nicht geringen Kosten hatte die st\u00e4dtische Verwaltung zu tragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als nicht ausreichend m\u00fcssen auch die Bestimmungen \u00fcber Ausstellung der sogenannten (Trinker-) S\u00e4uferliste bezeichnet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Oberpr\u00e4isidial-Verordnung vom 7. Febr. 1903 h\u00e4ngt in den Wirtschaften ein Plakat mit den Namen der als Trunkenbold erkl\u00e4rten Personen nicht aus. Aber selbst wenn das aushinge, w\u00fcrde es in gro\u00dfen St\u00e4dten wenig oder garnierst n\u00fctzen, denn in den meisten F\u00e4llen kennt der Wirt die Personen nicht, oder sch\u00fctzt wenigstens Unkenntnis vor, ohne das ihm das Gegenteil zu beweisen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meines Erachtens m\u00fcssen derartige, dem Trunke ergebene Individuen, die ihre Familie der Gefahr der Verarmung aussetzen und auch eine Gefahr f\u00fcr die Allgemeinheit bilden, photographiert und das Bild den Wirten beh\u00e4ndigt werden d\u00fcrfen. Ich bin der Ansucht, dass die Gefahr des Photographierenwerdens manchen von seinem Laster abbringe w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich fasse meine Erfahrungen und Ansichten damit zusammen, dass ich sage:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Der Kampf gegen den Missbrauch geistiger Getr\u00e4nke ist auch in gro\u00dfen St\u00e4dten m\u00f6glich, wenn er auch mit Schwierigkeiten verbunden ist.<\/li>\n<li>Erfolge sind nur dann zu erzielen, wenn alle Polizeiverwaltungen gleichm\u00e4\u00dfig nach einem System vorgehen und sich gegenseitig die Trunkenbolde \u2013 wie dieses bereits jetzt z. B. bei den Polizeiaufsichtlern u. f. f. geschieht \u2013 zur Weiterarbeit \u00fcberweisen.<\/li>\n<li>Es Muss f\u00fcr die Trinkerl\u00f6ste \u00fcbereinstimmend der \u00f6ffentliche Aushang vorgeschrieben werden.<\/li>\n<li>Die Trunkenbolde m\u00fcssen photographiert, und ein Bild derselben mu\u00df den Wirten zug\u00e4nglich gemacht werden<\/li>\n<li>Die Verabfolgung geistiger Getr\u00e4nke auf Borg und insbesondere das Aush\u00e4ndigen der Getr\u00e4nke an Kinder ist gesetzlich allgemein zu untersagen.<\/li>\n<li>Die Namen derjenigen Wirte, die dieselhalb bestraft werden, sind in regelm\u00e4\u00dfigen Zwischenr\u00e4umen \u00f6ffentlich bekannt zu geben, und es mu\u00df gegen diese Wirte bei Wiederholungsf\u00e4llen und nach nutzlos ergangener Verwarnung r\u00fccksichtslos die Konzessionsentziehung herbeigef\u00fchrt werden.<\/li>\n<li>Zur Vollendung des Tatbestandes des \u00a7 361 R.Str.G.B. m\u00fcsste die Feststellung der durch Trunk oder Spiel herbeigef\u00fchrten Unf\u00e4higkeit zur Ern\u00e4hrung usw. der Angeh\u00f6rigen und die Einbringung eines Antrages der Vernachl\u00e4ssigung auf Gew\u00e4hrung einer Armenunterst\u00fctzung gen\u00fcgen, nicht aber der bereits tats\u00e4chlich erfolgte Bezug einer solchen Unterst\u00fctzung verlangt werden.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">von Sillig, Polizei-Inspektor, Polizei Harburg 1905<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Arbeitsbeschreibung der Polizei Harburg zum Kampf gegen den Alkohol aus dem Jahre 1905. Geschrieben in dieser Zeit von Herrn Polizei-Inspektor von Sillig, Gefunden wurde dies in den M\u00e4\u00dfigkeit-Bl\u00e4tter der Ausgabe 6 vom Juni 1906 im Stadt- und Kreisarchiv Nienburg &hellip; <a href=\"https:\/\/nordwind.info\/?page_id=1497\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2549,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1497","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nordwind.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1497","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/nordwind.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/nordwind.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nordwind.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nordwind.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1497"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/nordwind.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1497\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1506,"href":"https:\/\/nordwind.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1497\/revisions\/1506"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nordwind.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2549"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nordwind.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1497"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}